GEZ ummelden 📻 Was mache ich mit dem Rundfunkbeitrag bei einem Umzug? 📺

GEZ ummelden 📻 Was mache ich mit dem Rundfunkbeitrag bei einem Umzug? 📺

Bei einem Umzug bewahrt eine ordentliche Umzugsplanung davor, wichtige Ab- oder Ummeldungen zu vergessen. Wer über die neue Adresse in Kenntnis gesetzt werden muss, sollte nach abnehmender Wichtigkeit gereiht auf der „Ummelden-Checkliste“ stehen. Ziemlich weit oben steht hier der Betragsservice von ARD, ZDF und Deutschlandradio (der Rundfunkbeitrag oder früher die GEZ). Die Zahlung von GEZ-Gebühren ist zwar keine Pflicht mehr, da diese durch die Umwandlung in den Rundfunkbeitrag aufgehoben wurde. ABER – diesen muss jeder Haushalt unabhängig von Gerätebesitz und Leistungsnutzung entrichten. Deshalb ist die GEZ ummelden bei einem Umzug unerlässlich.

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Der Rundunkbeitrag (früher GEZ) muss einmal pro Haushalt entrichtet werden – egal, ob man einen Fernseher und / oder ein Radio besitzt – oder auch nicht. Genauso spielt es keine Rolle, für was man seinen Fernseher nutzt. Sei es, um wirklich fernzusehen – oder lediglich zum Computerspielen.

 

Inhaltsverzeichnis:

    1. Was ist der Unterschied zwischen GEZ-Gebühren und dem Rundfunkbeitrag?
    2. Rundfunkbeitrag: Was ist der Unterschied zwischen ummelden, anmelden und abmelden?
    3. Wann muss die GEZ angemeldet werden?
    4. Wo und wie melde ich die GEZ um?
    5. Wo finde ich meine GEZ-Beitragsnummer?
    6. Wann muss ich bei einem Umzug die GEZ ummelden?
    7. Kann ich die GEZ bei einem Umzug abmelden bzw. kündigen?
    8. Was passiert, wenn ich keine Rundfunkgebühren zahle?

 

1. Was ist der Unterschied zwischen GEZ-Gebühren und Rundfunkbeitrag? 🤔

Der hauptsächliche Unterschied zwischen der GEZ-Gebühr und dem Rundfunkbeitrag (dem ARD-, ZDF- und Deutschlandradio-Beitragsservice) beruht auf den Forderungsmodalitäten. Während die alte, heute nicht mehr gültige, GEZ-Gebühr nur Personen mit einem Fernseher oder einem Radio betraf, ist der Rundfunkbeitrag unabhängig vom Besitz eines Gerätes zu entrichten.

Die eigentliche GEZ wurde nicht pro Haushalt, sondern pro Kopf und damit pro Zuschauer / Zuhörer eingefordert. Beim Rundfunkbeitrag zahlt ein Haushaltsmitglied, während alle anderen Mitbewohner nicht zur Kasse gebeten werden. Bei einem Wohnungswechsel mit Adressänderung ändert sich nichts an der Zahlungspflicht, so dass der Umzug lediglich mitgeteilt werden muss.

Die Bezeichnung GEZ hat sich im Volksmund durchgesetzt. Wenn von der Gebühreneinzugszentrale die Rede ist, weiß jeder Bundesbürger, was damit gemeint ist. Die richtige Bezeichnung lautet allerdings Beitragsservice, da die geforderte Summe nicht als Gebühr, sondern als Beitrag eingestuft wird.

2. Rundfunkbeitrag: Was ist der Unterschied zwischen ummelden, anmelden und abmelden? ✍️

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Die Anmeldung bei der GEZ erfolgt, falls eine Person in einen eigenen Haushalt zieht, für den noch kein Rundfunkbeitrag entrichtet wird. Dies kann die erste eigene Wohnung nach dem Elternhaus oder der Studenten-WG, genauso wie im Rahmen eines Umzugs aufgrund einer Trennung sein.

Bei der Abmeldung handelt es sich praktisch um eine Form der Kündigung, die beim Umziehen innerhalb Deutschlands unmöglich ist. Ausnahme: Man zieht mit jemandem zusammen, welcher den Beitrag schon entrichtet. Nur Personen, die ins Ausland verziehen und damit nicht mehr der Rundfunkbeitragspflicht unterliegen, können sich bei der GEZ abmelden.

Eine Ummeldung ist die Mitteilung der neuen Anschrift, ohne dass sich die Beitragshöhe, die Zahlungsintervalle und sonstige Faktoren der Abwicklung verändern.

3. Wann muss die GEZ angemeldet werden? ⏳

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Eine Anmeldung ist nötig, sobald ein eigener Hausstand gegründet wird. (Übrigens: In diesem Fall sollte auch an den Abschluss einer Hausratsversicherung gedacht werden). Das kann wie bereits erwähnt beim Auszug von den Eltern, welche die Rundfunkgebühr entrichten, oder nach einer Trennung / Scheidung der Fall sein. War bisher der Ehepartner beitragspflichtig und man lebt danach allein, führt dieser Umstand automatisch zur Anmeldung der Öffentlich-Rechtlichen, also der GEZ.

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Sobald man in eine eigene Wohnung zieht, muss man die GEZ anmelden und den Rundfunkbeitrag (dem ARD-, ZDF- und Deutschlandradio-Beitragsservice) entrichten.

Bei Trennung – wer zahlt den Beitrag? Hat ihn bisher der Hauptwohnungsnehmer bezahlt und zieht dieser aus, wird trotz identischer Adresse eine Neuanmeldung beim Beitragsservice nötig. Gleichzeitig wird sich der bisherige Zahler ummelden und Rundfunkbeitrag am neuen Wohnort entrichten. Bleibt die Person, welche den Rundfunkbeitrag bezahlt hatte in der Wohnung, dann sind von dieser keine weiteren Schritte notwendig. Lediglich der, der auszieht, muss in seiner neuen Wohnung die GEZ anmelden.

Ziehen mehrere Personen zusammen in eine Wohnung, sollte man sich vorab einigen, wer die Anmeldung vornimmt und als Beitragszahler geführt wird. Von Seiten des Einwohnermeldeamtes aus werden alle in den Haushalt gezogenen Personen gemeldet, so dass jedes Haushaltsmitglied einen Bescheid über den Beitrag bekommt.

4. Wo und wie melde ich die GEZ um? 📍

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Die GEZ-Ummeldung ist mit einem Formular und anschließendem Postversand, oder aber online möglich. Um die Ummeldung online vorzunehmen, braucht man einen Rundfunkbeitrags-Login. Das heißt, dass zuerst die einmalige Registrierung auf der Website des Beitragsservice nötig ist. Fortan können alle Änderungen ohne Postverkehr ganz einfach im persönlichen Beitragszahler-Konto erfolgen. Für die Ummeldung selbst werden

  • der Personalausweis,
  • die Meldebestätigung vom Einwohnermeldeamt
  • und die GEZ-Beitragsnummer benötigt.
  • Der Tag des Einzugs, das Geburtsdatum und die Adresse sind ebenso essenzielle Kenndaten.

Wichtig: Auch bei einer Heirat mit Namensänderung muss der Beitragszahler eine Ummeldung vornehmen und der GEZ seinen neuen Namen mitteilen.

Auf der Website des Beitragsservice führt ein Link zum Formular, in dem alle erfragten Daten eingegeben werden. Diese Art der Ummeldung geht am schnellsten und erfordert weder einen finanziellen Aufwand für Briefmarken, noch den Weg zur Post.

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5. Wo finde ich meine GEZ-Beitragsnummer? 📑

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Jedes Schreiben der GEZ enthält die Beitragsnummer auf der rechten Seite des Briefkopfes. Wurde der erste Beitrag abgebucht, ist die GEZ-Beitragsnummer auch ganz einfach über den Kontoauszug herauszufinden. Die neunstellige Zahl auf allen Briefen ist mit dem Vermerk Beitragsnummer gekennzeichnet und befindet sich unmittelbar unter dem Datum.

Bei einer Neuanmeldung liegt klarerweise noch keine Beitragsnummer vor. Daher wird das Feld in der Anmeldung auch nicht erfragt, während es bei Ab- und Ummeldungen ausgefüllt werden muss. Wichtig: Ohne die Beitragsnummer ist eine problemlose Zuordnung der Person beim Beitragsservice nicht möglich.

6. Wann muss ich bei einem Umzug die GEZ ummelden? 📅

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Eine Ummeldung vor dem eigentlichen Umzug, beziehungsweise vor der Anmeldung des Wohnungswechsels beim Einwohnermeldeamt ist nicht möglich. Das Einwohnermeldeamt meldet zwar jede Anmeldung beim Beitragsservice, jedoch ist der Umzügler verpflichtet, seine neue Anschrift zusätzlich auch noch selbst bekannt zu geben.

Dazu wird die Meldebescheinigung benötigt, weshalb zuerst der Wohnsitz am Einwohnermeldeamt umgemeldet werden muss. Für die Anmeldung einer neuen Adresse hat man nach dem Umzug 14 Tage Zeit. Überzieht man den Zeitraum ohne triftige Gründe (beispielsweise einen Krankenhausaufenthalt), werden Bußgelder fällig. Diese Frist plus eine zusätzliche Woche gewährt ebenso die Beitragseinzugszentrale. Auch hier entstehen vermeidbare Mehrkosten, wenn die Ummeldung versäumt wird.

Ein Umzugs-Tipp: Die GEZ-Ummeldung findet ihren Platz auf der Checkliste am besten direkt unter dem Einwohnermeldeamt. So versäumt man keine Frist und gelangt nicht in die Mahnstufe.

7. Kann ich die GEZ bei einem Umzug abmelden bzw. kündigen? ❌

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Für die Abmeldung oder Kündigung gibt es nur wenige Gründe. Um die GEZ zu kündigen, muss der Nachweis erbracht werden, dass die Beitragspflicht endet.

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Die GEZ kann nur in Ausnahmefällen gekündigt werden: Im Wesentlichen, falls man mit jemandem zusammenzieht, der den Rundfunkbeitrag schon entrichtet. Oder, falls man ins Ausland verzieht.

Das ist zum Beispiel der Fall, wenn man mit einem Partner zusammenzieht, der bereits beim Beitragsservice zahlt. Durch die Zusammenführung der Haushalte hat der Umzügler die Möglichkeit, sich beim Beitragsservice für ARD, ZDF und Deutschlandradio abzumelden.

Ein weiterer Abmeldegrund ist der Wegzug ins Ausland. Wer auswandert, wird aufgrund des außerhalb Deutschlands liegenden Wohnortes aus der Beitragspflicht entlassen und muss keine Gebühr für das Öffentlich-Rechtliche in Deutschland entrichten.

Eine wirkliche Umgehung der GEZ ist praktisch nicht möglich. Auch wenn man sich zum Beispiel bei Einzug in eine bereits zahlende WG abmeldet, wird der Betrag im Regelfall durch alle Bewohner des gemeinsam veranlagten Haushalts geteilt.

In seltenen Ausnahmefällen kann die Rundfunkbeitragspflicht aus gesundheitlichen oder sozialen Gründen entfallen. Taubblinde Personen oder sonderfürsorgeberechtigte Menschen im Sinne des § 27e Bundesversorgungsgesetz zahlen den Rundfunkbeitrag nicht. Hierfür ist ein gesonderter Antrag zu stellen, in dessen Anhang sich der Nachweis über mögliche Gründe für eine Befreiung befinden.

8. Was passiert, wenn ich keine Rundfunkgebühren zahle? 🤦‍♂️

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Die erste Post, die vom Beitragsservice eintrifft, ist eine reine Abfrage der Daten. Anschließend folgt der Beitragsbescheid, mit dem die angeschriebene Person zur Zahlung aufgefordert wird. Ab diesem Zeitpunkt ist bei verspäteten oder gänzlich ausbleibenden Zahlungen die Beitreibung von Außenständen möglich. Wer sich strikt weigert, muss mit einem Schreiben vom Inkassobüro und in Folge mit einer Vollstreckung rechnen.

Bis zur Säumniszeit von 6 Monaten begeht man dabei eine Ordnungswidrigkeit. Man erhält Mahnungen, in denen eine Mahngebühr auf den eigentlichen Betrag aufgeschlagen wird. Wer diese Anschreiben ignoriert und weiterhin nicht zahlt, wird in weiterer Folge Post vom Inkassobüro erhalten. Die Beantragung eines Bußgeldverfahrens erfolgt zwar selten, liegt aber im möglichen Bereich der Rechtsmittel, auf welche die Landesrundfunkanstalten zurückgreifen können.

Sogar ein Besuch vom Gerichtsvollzieher oder die Lohnpfändung sind nicht ausgeschlossen. Um dieses Risiko einzugehen, muss die Zahlungsrenitenz, sowie die Ignoranz jeglicher Schriftstücke ein Jahr oder länger anhalten. Da es sich um einen Pflichtbeitrag für jeden Haushalt handelt, lohnen sich Widersprüche und Zahlungsverweigerungen nicht. Im Endeffekt verteuert sich nur der Beitrag und es kommt zum Eintrag in der Schufa, welcher die Bonität einschränkt und bei jeglichen Vertragsabschlüssen zur Hürde wird.

Damit sind wir am Ende unseres Ratgebers zum Thema „GEZ ummelden: Was mache ich mit dem Rundfunkbeitrag bei einem Umzug?“ angelangt. Wir hoffen, dass wir all Deine Fragen beantworten konnten. Falls nicht, dann hinterlasse uns gerne ein Kommentar oder schreibe uns eine Mail. 

Übrigens: Mit unserer YouChange-Umzugsapp werden alle Deine Vertragspartner automatisch über Deine Adress- oder Namensänderungen informiert. Dadurch hast Du keinen unnötigen Zeitaufwand mit dem Ummelden, vergisst niemand zu benachrichtigen und ersparst Dir neben Zeit vor allem Ärger. YouChange: Umziehen – einfach digital! Solltest Du noch Fragen zu unserem Service haben, kannst Du hier unsere FAQ nachlesen – oder uns direkt eine Nachricht schreiben.

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