ᐅ Mietvertrag für eine Wohnung kündigen 📑 Fristgerecht, formgerecht, rechtssicher! 👍

ᐅ Mietvertrag für eine Wohnung kündigen 📑 Fristgerecht, formgerecht, rechtssicher! 👍

Endlich hat es mit der neuen Wohnung geklappt – nach einer schier unendlichen Wohnungssuche, inklusive nervenaufreibenden Wohnungsbesichtigungen. Die Freude auf den Wohnungswechsel ist groß und am liebsten würdest Du sofort umziehen. Doch zuvor musst Du Deine bisherige Wohnung kündigen und Dich dabei an die im Mietrecht bzw. im Mietvertrag verankerten Fristen und Formalitäten halten. Es ist daher nicht unwahrscheinlich, dass Du bis zum Umzug noch drei Monate warten – oder aber für beide Wohnungen gleichzeitig Miete zahlen – musst. 

Damit Dir der Vermieter keinen Strich durch Deine Umzugsplanung macht, solltest Du ganz genau auf die Vollständigkeit der Angaben im Kündigungsschreiben, sowie dessen Form, achten. In diesem Beitrag erfährst Du alles, was Du über eine Wohnungskündigung wissen musst. So begehst Du keinen kostspieligen Fehler, welcher Deine Umzugskosten unnötig in die Höhe treibt.

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Um den Mietvertrag für eine Wohnung zu kündigen und Dein Mietverhältnis ordentlich zu beenden, musst Du Dich an verschiedene Fristen und Formalitäten halten: Stichwort Kündigungsfrist – und Kündigungsschreiben.

Inhaltsverzeichnis:

      1. Wie kündige ich einen Mietvertrag für eine Wohnung?
      2. Wie muss eine ordentliche Kündigung für eine Wohnung aussehen?
        1. Wann ist ein Kündigungsschreiben für eine Wohnung ungültig?
      3. Kann der Mieter den Mietvertrag jederzeit kündigen?
        1. Wie lange ist die Kündigungsfrist bei sehr langer Mietdauer (wie bei 10 oder 20 Jahren)?
        2. Wann muss ich eine Wohnung kündigen bei 3 Monaten Kündigungsfrist?
        3. Kann man die 3 Monate Kündigungsfrist für eine Wohnung umgehen?
        4. Kann man den Mietvertrag einer Wohnung zur Monatsmitte kündigen?
        5. Was passiert, wenn man die Kündigungsfrist einer Wohnung nicht einhält?
      4. Bis wann muss der Vermieter die Kündigung bestätigen?
        1. Was kann man machen, falls der Vermieter die Kündigung nicht bestätigt?
      5. Wie kommt man schnell aus dem Mietvertrag heraus?
        1. Kann ich wegen Schimmel in der Wohnung fristlos kündigen?
        2. Wer muss Schimmel in der Wohnung bei Auszug beseitigen?
      6. Wann muss man aus der alten Wohnung raus sein?
      7. Wohnung kündigen: Was muss noch alles gekündigt werden?

1. Wie kündige ich einen Mietvertrag für eine Wohnung? 📝

Um Dein bestehendes Mietverhältnis zu beenden, musst Du Dein Anliegen in Schriftform kundtun. Nur eine schriftliche Kündigung ist rechtswirksam und daher vom Vermieter zu akzeptieren. Für die Wohnungskündigung sieht das aktuelle deutsche Mietrecht eine Form- und Inhaltsvorgabe vor. Dein Kündigungsschreiben muss zuerst einmal

  1. die korrekte Adresse des Mietobjekts sowie
  2. alle im Mietvertrag aufgeführten Hauptmieter (plus deren Unterschrift)

beinhalten. Hast Du die Wohnung beispielsweise mit Deinem Lebensgefährten zusammen angemietet, müsst ihr die Kündigung auch beide unterzeichnen. Ziehst Du allein aus und der zweite Hauptmieter will das Vertragsverhältnis fortführen, musst Du den Vermieter genauso darüber in Kenntnis setzen. Ob er der Vertragsumschreibung zustimmt, obliegt allerdings nicht Deiner Entscheidungsgewalt.

Des Weiteren gilt es beim Verfassen des Kündigungsschreiben formale und inhaltliche Kriterien einzuhalten, welche wir Dir im nächsten Kapitel zusammengefasst haben.

2. Wie muss eine ordentliche Kündigung für eine Wohnung aussehen? 🧐

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Folgende Punkte musst Du bei der Kündigung eines Mietvertrags beachten:

  1. Die Kündigung muss in Form eines schriftlichen Kündigungsschreiben erfolgen. Eine mündliche Mitteilung ist nicht ausreichend. Genauso wenig wie eine per SMS, Fax oder eMail. Um auf Nummer sicher zu gehen, solltest Du das Kündigungsschreiben außerdem per Einschreiben an Deinen Vermieter versenden. Oder es ihm persönlich übergeben und Dir den Erhalt per Unterschrift bestätigen lassen.
  2. Das Kündigungsschreiben muss bis spätestens am dritten Werktag eines Monats beim Vermieter eingehen. Falls dies nicht der Falls ist, beginnt die (in der Regel dreimonatige) Kündigungsfrist erst im Folgemonat zu laufen. Sprich, falls Du zum 30. September ausziehen möchtest, dann muss Dein Vermieter das Kündigungsschreiben mindestens am 3. Werktag des Juli in der Hand – oder im Briefkasten – haben.
  3. Gib im Kündigungsschreiben auf jeden Fall die komplette Anschrift (Straße, Hausnummer, Stockwerk und Postleitzahl), sowie das gewünschte Kündigungsdatum an. 
  4. Die Kündigung muss von allen im Mietvertrag aufgeführten Hauptmietern unterschrieben werden.
  5. Bitte den Vermieter außerdem, dass er Dir die Kündigung zum von Dir gewünschten Datum bestätigen soll. So beugst Du Missverständnissen vor und bist rechtlich abgesichert. Eine solche Bestätigung ist für den Vermieter zwar nicht verpflichtend, in der Regel (und bei einem guten Verhältnis) stellt er Dir diese jedoch problemlos aus.

Die Fehlervermeidung bei einem Kündigungsschreiben ist ganz einfach. Lade Dir hier unsere Vorlage für die Kündigung des Mietvertrags einer Wohnung als PDF herunter – natürlich komplett kostenlos und ohne Anmeldung. Anschließend füllst Du alle Felder aus, gibst das aktuelle Datum UND das Kündigungsdatum an, druckst das Formular aus, unterzeichnest es und schickst es ab. 

Nicht alle Mietverhältnisse gehen „freundschaftlich“ auseinander. Trotz vorangegangener Differenzen solltest Du jedoch immer freundlich und sachlich bleiben. Eine ordentliche Kündigung ist die Basis dafür, dass Dir der Vermieter nach Auszug keine Steine in den Weg legt. Oder dies zumindest versucht. Stichwort: Rückzahlung der Mietkaution.

2.1 Wann ist ein Kündigungsschreiben für eine Wohnung ungültig? 👎

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Wie bereits erwähnt, ist zuerst einmal nur die schriftliche Kündigung des Mietverhältnisses wirksam. Mündliche Absprachen zählen nicht und müssen von Seiten des Vermieters nicht eingehalten werden. Gibst Du des Weiteren ein falsches Kündigungsdatum oder Datum der Unterschrift des Kündigungsschreibens an, kann die Kündigung ebenfalls ungültig sein. 

Das Fehlen der handschriftlichen Unterzeichnung aller im Mietvertrag aufgeführten Hauptmieter führt genauso dazu, dass Dein Schreiben laut Mietvertragsrecht unwirksam ist. Achte außerdem darauf, ob in dem von Dir unterzeichneten Mietvertrag Klauseln enthalten sind, welche eine Kündigung zu bestimmten Zeiten (oder vor Ablauf einer Frist) unmöglich machen. Solche haben sowohl für Mieter als auch Vermieter Gültigkeit. Eine Kündigung ist in diesem Fall erst nach Ablauf der vertraglich vereinbarten Zeiten möglich.

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Verschiedene Gründe können dazu führen, dass ein Kündigungsschreiben für eine Wohnung ungültig wird. Alle von diesen führen jedoch zum selben Ergebnis: Der Mietvertrag wird nicht aufgelöst (oder zumindest nicht fristgerecht) und das Mietverhältnis in weiterer Folge nicht beendet.

3. Kann der Mieter den Mietvertrag jederzeit kündigen? 📅

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Als Mieter hast Du jederzeit das Recht darauf ein Mietverhältnis zu beenden. Natürlich immer unter Einhaltung der vertraglich vereinbarten Kündigungsfrist. Diese beträgt im Regelfall (gesetzlich) drei Monate, sofern im Mietvertrag nichts anderes festgehalten ist. Einige Vermieter koppeln den Vertragsabschluss nämlich an eine Mindestmietdauer von einem oder zwei Jahren. Ist das der Fall, ist Deine Flexibilität dementsprechend eingeschränkt. 

Übrigens: Durch entsprechende Klauseln im Mietvertrag kann die Kündigungsfrist für Dich als Mieter nicht nur verlängert, sondern ebenso verkürzt, werden. Sprich – Erlaubt Dir Dein Vermieter laut Vertrag Deine Wohnung innerhalb von weniger als den drei gesetzlich vorgegebenen Monaten zu kündigen (z. B. innerhalb von einem), reduziert sich die Kündigungsfrist für Dich dadurch dementsprechend.

Andersherum ist dies allerdings nicht möglich. Heißt Dein Vermieter kann die, für ihn ebenfalls gültige, Drei-Monats-Frist nicht vertraglich verkürzen. Im Gegenteil: Umso länger das Mietverhältnis andauert, umso länger wird ebenso die Kündigungsfrist für diesen.

3.1 Wie lange ist die Kündigungsfrist bei sehr langer Mietdauer (wie bei 10 oder 20 Jahren)? 👴

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Als Mieter bist Du auch nach 10- oder 20-jähriger Mietdauer verhältnismäßig frei. Denn für Dich gilt das Mietgesetz, nach welchem Du mit einer Frist von drei Monaten kündigen kannst. Anders verhält es sich, wenn der Vertrag durch den Vermieter gekündigt wird. Für diesen verlängert sich die Kündigungsfrist mit fortlaufender Dauer des Mietverhältnisses.

In der folgenden Tabelle siehst Du einen Überblick über die Kündigungsfristen für Vermieter bei längerer Mietdauer:

Dauer Mietverhältnis Kündigungsfrist für den Vermieter
bis 5 Jahre 3 Monate
bis 8 Jahre 6 Monate
bis 10 Jahre 9 Monate
mehr als 10 Jahre 12 Monate

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3.2 Wann muss ich eine Wohnung kündigen bei 3 Monaten Kündigungsfrist? 🗓️

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Kündige Deine Wohnung spätestens zum 3. Werktag eines Monats, damit dieser in die Kündigungsfrist mit einbezogen wird. Dabei ist es wichtig, dass das Kündigungsschreiben an diesem Tag bei Deinem Vermieter eintrifft. Sollte es sich verspäten, ist dieser dazu berechtigt, den Eingangsmonat auszusparen. Das bedeutet, dass Du beispielsweise erst zum 31. Juli kündigen kannst (und nicht zum 30. Juni), wenn Dein Schreiben erst am 7. April eingelangt ist.

In der Praxis zeigt sich außerdem, dass eine Wohnungskündigung nur per Einschreiben versandt werden sollte. Ohne die schriftliche Bestätigung (Unterschrift) Deines Vermieters über deren Erhalt hast Du keinen Nachweis darüber, dass dieses fristgerecht eingegangen ist. Oder er sie überhaupt erhalten hat. 

Beispiel: Du willst im April umziehen und Deine Wohnung dementsprechend zum 31. März kündigen. Auf Nummer sicher gehst Du, wenn das Kündigungsschreiben schon im Januar beim Vermieter eingeht. Offizielles Fristende ist der 3. Werktag des Februar. Langt Dein Schreiben nach diesem Datum ein, dann verlängert sich die Kündigungsfrist bzw. der Mietvertrag um einen Monat.

3.3 Kann man die 3 Monate Kündigungsfrist für eine Wohnung umgehen? 🤔

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Laut Mietgesetz gibt es verschiedene Möglichkeiten, den Mietvertrag vorzeitig zu beenden. Beginnen wir mit einer Ausnahme, die allerdings nicht von jedem Vermieter akzeptiert wird. Findest Du einen Nachmieter, der früher einziehen und die Wohnung übernehmen möchte, ist Dein Auszug ohne Einhaltung der Kündigungsfrist durchaus möglich. Die Bedingungen dafür sind jedoch, dass

  1. Dein Vermieter, den von Dir empfohlenen Nachmieter, akzeptiert
  2. Dieser darüber hinaus dazu bereit ist, die Wohnung, ab dem von Dir gewünschten Auszugstermin, zu übernehmen.

Ein Versuch lohnt sich allerdings auf jeden Fall, da immer mehr Vermieter auf die Nachmieterregelung eingehen. Auf diese Art und Weise kannst Du bei Übereinkunft früher aus dem Mietverhältnis entlassen werden.

Weitere Sonderfälle, unter welchen es für Dich als Mieter möglich ist, die Kündigungsfrist von 3 Monaten zu umgehen, sind:

  • Mieterhöhung: Erhöht Dein Vermieter die Miete, dann erhältst Du dadurch ein Sonderkündigungsrecht. Dieses gibt Dir das Recht innerhalb von zwei Monaten nach Bekanntwerden der Mieterhöhung außerordentlich aus dem Mietverhältnis auszusteigen.
  • Umfangreiche Renovierungsarbeiten: Falls Dein Vermieter in Deiner Wohnung derart umfassende Reparaturen vornehmen möchte, dass dadurch die Wohnsituation für Dich negativ beeinflusst wird, kannst Du ebenfalls innerhalb von 2 Monaten kündigen. Die Kündigung selbst muss bis zum Ende des ersten Monats nach Ankündigung der Arbeiten erfolgen.
  • Gesundheitliche Gefährdung: Falls eine solche vorliegt (Baufälligkeit, starker Schimmelbefall) und Dein Vermieter nicht bereit ist, diese umgehend zu beheben, entfällt die Kündigungsfrist komplett. Allerdings bist Du als Mieter in einem solchen Fall in der Nachweispflicht. Beispielsweise durch ein toxikologisches oder bautechnisches Gutachten.
  • Tod eines weiteren Hauptmieters: Eine außerordentliche Kündigung ist auch dann möglich, falls Du die Wohnung gemeinsam mit einer weiteren oder mehreren Personen angemietet hast und einer der anderen Hauptmieter verstirbt. In diesem Fall kann das Mietverhältnis innerhalb eines Monats außertourlich beendet werden.
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Um die Kündigungsfrist für den Mietvertrag einer Wohnung zu umgehen, gibt es verschiedene Möglichkeiten. Die wichtigsten davon, haben wir Dir in diesem Kapitel aufgeführt.

3.4 Kann man den Mietvertrag einer Wohnung zur Monatsmitte kündigen? ✍️

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Hier trifft Dich die ganze Härte des Gesetzes. Du kannst einen Mietvertrag zwar zum 15. eines Monats beginnen, doch kündigen kannst Du ihn grundsätzlich nur zum Monatsende. Der Gesetzgeber sieht lediglich eine kleine Karenzzeit vor. Aufgrund von dieser reicht es aus, wenn Deine Kündigung bis zum 3. Werktag des Monats beim Vermieter eingeht, ab welchem in weiterer Folge die dreimonatige Kündigungsfrist zu laufen beginnt. 

Achtung: Wenn von Werktagen die Rede ist, schließt das den Samstag ein. Natürlich kannst Du auch in der Monatsmitte aus der Mietwohnung ausziehen. Da Du zu diesem Zeitpunkt aber nicht aus dem Vertrag aussteigen kannst, zahlst Du in weiterer Folge die Miete für den vollen Monat.

3.5 Was passiert, wenn man die Kündigungsfrist einer Wohnung nicht einhält? 💸

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Hast Du eine neue Wohnung gefunden und willst schneller umziehen, bist Du dennoch an die gesetzliche Kündigungsfrist gebunden. Diese beträgt, falls nicht anders im Mietvertrag festgehalten, 3 Monate. Solltest Du daran denken, einfach umzuziehen und die  Mietzahlungen einzustellen, um diese zu umgehen, lass Dir gesagt sein, dass es sich dabei nicht um die beste aller Ideen handelt. In einem solchen Fall ist der Vermieter nämlich dazu berechtigt die Außenstände von der Mietkaution abzuziehen.

4. Bis wann muss der Vermieter die Kündigung bestätigen? 📋

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Fakt ist, dass der Vermieter die Kündigung nicht bestätigen muss. Du kannst lediglich in Deinem Kündigungsschreiben, um eine Eingangsbestätigung  bitten. In den meisten Fällen antwortet der Vermieter Dir auch und teilt Dir mit, dass er die Kündigung erhalten hat.

Da es allerdings keine Verpflichtung zur Ausfertigung einer Kündigungsbestätigung gibt, kann es auch durchaus vorkommen, dass Du vergeblich auf ein Feedback wartest. Falls Du die Wohnungskündigung per Einschreiben geschickt (oder persönlich übergeben) hast, bist Du jedoch auf jeden Fall auf der sicheren Seite und kannst ganz entspannt ausziehen – auch ohne Bestätigung. 

Auf eine Bestätigung (oder gar Erlaubnis) Deines Vermieters musst Du also nicht warten, um mit Deiner Umzugsplanung fortzufahren. Hast Du

  1. laut Mietrecht und Mietvertrag ein Kündigungsrecht
  2. eine formell gültiges Kündigungsschreiben verfasst und
  3. dieses dem Vermieter nachweisbar fristgerecht zugesandt

dann endet Dein Mietverhältnis mit dem Ablauf der Kündigungsfrist. Wichtig ist lediglich, dass Du vor dem Auszug einen Termin für die Wohnungsübergabe mit dem Vermieter vereinbarst. Denn erst, wenn diese erfolgt ist – und ein Wohnungsübergabeprotokoll, sowie ein Schlüsselübergabeprotokoll, verfasst wurde – hast Du Deine Pflichten (§ 546 Abs.1 BGB) als Mieter erfüllt, indem die Mietsache ordnungsgemäß zurückgegeben wurde.

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4.1 Was kann man machen, falls der Vermieter die Kündigung nicht bestätigt? 📭

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Hier muss man ganz klar unterscheiden:

  1. Ob der Vermieter einfach nicht reagiert
  2. oder ob er die Kündigung nicht akzeptiert.

Ist der Vermieter einfach nicht erreichbar, holt das Einschreiben nicht ab und reagiert nicht auf E-Mails, bleibt Dir nichts anderes übrig, als Dich gegebenenfalls persönlich mit ihm auseinanderzusetzen. Bei vorhandenen Mietschulden sind manche Eigentümer teilweise so verärgert, dass sie keinen Anlass zur Rückmeldung bei Dir sehen. Trotzdem ist vor dem Auszug für die ordnungsgemäße Wohnungsübergabe ein Kontakt mit dem Vermieter notwendig. Im Zweifelsfall empfiehlt es sich, Dir (beim Mieterbund) Hilfe zu holen und einen Experten mit der Kommunikation mit Deinem Vermieter zu beauftragen.

Falls Dein Vermieter hingegen die Kündigung nicht akzeptieren will, dann kommt es darauf an, ob Du rechtlich zu einer solchen befugt bist. Grundsätzlich kannst Du ein Mietverhältnis jederzeit unter Einhaltung der gesetzlichen Kündigungsfrist von 3 Monaten kündigen. 

Teilweise enthalten Mietverträge allerdings eine Klausel, welche eine Kündigung frühestens nach einem bestimmten Zeitraum erlauben. Ist eine solche in dem von Dir unterschriebenen Mietvertrag vorhanden, dann musst Du diese einhalten. Falls nicht, dann muss Dein Vermieter Deine Kündigung akzeptieren. Ob er will oder nicht. Im Streitfall holst Du Dir am besten rechtlichen Beistand – zum Beispiel wiederum beim deutschen Mieterbund.

5. Wie kommt man schnell aus dem Mietvertrag heraus? 🐎

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Abseits der Lösung mit einem Nachmieter, der dazu bereit ist, die Wohnung zu übernehmen, kannst Du nur beim Vorliegen besonderer Gründe vorzeitig kündigen (siehe Kapitel 3.3). Beispielsweise hast Du ein Sonderkündigungsrecht, falls der Vermieter 

  1. die Miete erhöht oder
  2. größere Renovierungsarbeiten vornehmen möchte. 

Genauso berechtigen Dich 

  1. gesundheitliche Gefährdungen (Schimmel, Baufälligkeit etc.) und
  2. der Tod eines der anderen Hauptmieter (falls vorhanden)

zu einer außerordentlichen Kündigung.

Bei einer solchen musst Du allerdings beachten, dass es sich nicht zwangsläufig auch um eine fristlose handelt. Denn diese Kündigungsform gibt es sowohl als fristlose als auch als fristgebundene Wohnungskündigung. 

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Um schnell aus dem Mietvertrag einer Wohnung heraus zu kommen, gibt es verschiedene Möglichkeiten. Du kannst das Mietverhältnis beispielsweise außerordentlich kündigen, falls Du einen Nachmieter gefunden hast, bauliche oder gesundheitsgefährdende Mängel an der Mietsache vorliegen oder eine außerplanmäßige Mieterhöhung ansteht.

5.1 Kann ich wegen Schimmel in der Wohnung fristlos kündigen? 🧫

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Damit Du wegen Schimmelbefall der Wohnung fristlos kündigen kannst, muss eine toxische Belastung vorliegen, welche zu Erkrankungen führen kann. Hat sich der Schimmel in der Raumluft ausgebreitet, was nachweislich gesundheitsschädlich ist, bist Du nicht an die gesetzliche Kündigungsfrist – und genauso wenig an die Einhaltung einer Mindestmietzeit – gebunden. Der Nachweis über diesen Umstand muss allerdings mittels eines toxikologischen Gutachtens erfolgen.

Zuerst solltest Du jedoch den Vermieter mit der Beseitigung der Missstände beauftragen und versuchen bis zur Behebung von diesen eine vorübergehende Mietminderung auszuhandeln. Erst, falls der Wohnungsbesitzer Deiner Aufforderung nicht nachkommt, setze weitere Schritte.

Lediglich, falls es sich um extremen Schimmelbefall und sichtbare Feuchtigkeitsschäden handelt, ist es besser, wenn Du ein Gutachten in Auftrag gibst und sobald wie möglich ausziehst. Denn in diesem Fall handelt es sich um tieferliegende strukturelle Schäden an der Bausubstanz, welche sich nur mit größerem Aufwand beseitigen lassen. Und Du wirst weder in einer Pilzkultur, noch in einer Großbaustelle, wohnen wollen.

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5.2 Wer muss Schimmel in der Wohnung bei Auszug beseitigen? 🛠️

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Das ist ein Punkt, der Vermieter und Mieter häufig vor Gericht ziehen lässt. Denn der Vermieter sagt Dir, dass Du falsch gelüftet und geheizt hast – und somit Schuld am Schimmelbefall bist. Du weist die Schuld von Dir und entgegnest, dass die Wohnung feucht ist. Es steht Aussage gegen Aussage und eine gütliche Einigung ist im Regelfall nur schwer zu erlangen.

Zur Klärung der Sachlage kannst Du in einem solchen Fall ein Gutachten einholen, welches zweifelsfrei nachweist, dass Mängel an der Bausubstanz die Ursache für den Schimmelbefall sind. Und nicht Dein Fehlverhalten. In diesem Fall ist für die Schimmelentfernung der Vermieter – und nicht Du – verantwortlich. Ist wiederkehrender Schimmelbefall in Deiner Wohnung ein Problem, solltest Du aber auf jeden Fall ausziehen, um Deine Gesundheit nicht aufs Spiel setzen.

6. Wann muss man aus der alten Wohnung raus sein? 🚚

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Als letzten gesetzlich erlaubten Auszugstag kannst Du das Datum betrachten, an dem Dein Mietvertrag unter Einhaltung der gesetzlichen Kündigungsfrist ausläuft. Regulär bist Du bis 23.59 Uhr an diesem Tag Mieter und hast das Recht, Dich in den Räumlichkeiten aufzuhalten.

Allerdings stellt sich die Frage, ob das Dein Wunsch ist bzw. Dir besonders viele Vorteile bringt. Schließlich wirst Du nicht in der letzten Minute (und bei Dunkelheit) umziehen wollen – vor allem nicht, bei einem Umzug in eine andere Stadt oder ein anderes Bundesland. Außerdem muss die Wohnungsbegehung und -übergabe mit dem Vermieter irgendwann stattfinden. Und zwar vor Deinem offiziellen Auszug. Und irgendwann wirst Du auch für den Umzug packen wollen.

Fakt ist jedoch: Vereinbart der neue Mieter mit Deinem Vermieter einen früheren Einzug ohne sich mit Dir dahingehend abzusprechen, kann er Dich nicht zwingen, die Übergabe vor Ablauf Deiner regulären Mietzeit vorzunehmen. In den meisten Fällen findet diese dennoch ein paar Tage vor Vertragsablauf statt, damit der neue Mieter etwas früher einziehen kann. Genauso wie Du in Deine neue Unterkunft.

7. Wohnung kündigen: Was muss noch alles gekündigt werden? 📨

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Die Wohnungskündigung ist erst der Anfang einer ganzen Reihe von Vertrags- und Adressänderungen, welche Du bei einem Umzug im Auge behalten solltest. Überprüfe alle bestehenden Verträge mit Dienstleistern und Versorgern und überlege, welche von diesen Du mit in die neue Wohnung nehmen (und damit ummelden) möchtest. Und welche Du kündigen musst (weil ortsgebunden) oder möchtest.

In der folgenden Liste haben wir Dir die wichtigsten Ab-, An- und Ummeldungen im Rahmen einer Wohnungskündigung zusammengefasst:

Damit Du im Umzugsstress nicht den Überblick verlierst, kannst Du Dir hier unsere Ummelden-Checkliste als PDF herunterladen – natürlich komplett kostenlos und ohne Anmeldung.

Übrigens: Mit unserer YouChange-Umzugsapp werden alle deine Vertragspartner automatisch über deine Adress- oder Namensänderungen informiert. Dadurch hast Du keinen unnötigen Zeitaufwand mit dem Ummelden, vergisst niemand zu benachrichtigen und ersparst Dir neben Zeit vor allem Ärger. YouChange: Umziehen – einfach digital! Solltest Du noch Fragen zu unserem Service haben, kannst Du hier unsere FAQ nachlesen – oder uns direkt eine Nachricht schreiben.

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