ᐅ Umzugskosten berechnen 🖩 Welche Kosten fallen beim Wohnungswechsel an? 💶

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Du Bei einem Umzug in eine neue Wohnung müssen nicht nur die Kisten gepackt und Möbel ab- und aufgebaut werden. Es gibt vieles mehr zu beachten. Eine sorgfältige Umzugsplanung inklusive Checkliste ist dringend anzuraten, damit alles möglichst stressfrei über die Bühne geht. Damit lassen sich zudem die Kosten für den anstehenden Wohnungswechsel einschätzen und im Bedarfsfall anpassen, denn finanzielle Gesichtspunkte spielen ebenso eine entscheidende Rolle. In diesem Beitrag erhältst Du den Überblick über die üblichen Umzugskosten.

umzugskosten
Ein Wohnungswechsel ist eine Belastung – nicht nur für die Nerven, sondern genauso für den Geldbeutel. In diesem Beitrag erhältst Du einen Überblick darüber, welche Kosten bei einem Umzug anfallen. So kannst Du die Umzugskosten abschätzen und optimal planen.

Inhaltsverzeichnis:

      1. Die Umzugskosten berechnen: Wie viel kostet ein Umzug ungefähr?
      2. Umzugskosten für die Vorbereitung des Umzugs
      3. Welche Kosten fallen für den Transport des Hausrats an?
      4. Welchen Einfluß hat der Zeitpunkt des Umzugs auf die Kosten?
      5. In der neuen Wohnung – Welche Kosten fallen nach dem Wohnungswechsel an?
      6. Kann ich die Umzugskosten von der Steuer absetzen?
      7. Hilfreiche Tipps, um Umzugskosten zu sparen

1. Die Umzugskosten berechnen: Wie viel kostet ein Umzug ungefähr?

Nachfolgend werden die wichtigsten Faktoren erläutert, welche die Höhe der Umzugskosten entscheidend beeinflussen.

Distanz: Gleiche oder andere Stadt, anderes Bundesland oder gar Ausland?

Die Entfernung über welche der Umzug stattfindest ist einer der maßgeblichsten Faktoren für die Umzugskosten. Je größer die zurückgelegte Strecke ist, desto höher sind sie – demzufolge sind die Kosten innerhalb des Ortes bei weitem niedriger als bei einem Umzug in eine andere Stadt / Bundesland oder gar ein anderes Land.

Mit jedem Kilometer steigt der Benzinverbrauch an, sodass höhere Kosten für das Transportfahrzeug anfallen. Werden schwere Gegenstände wie Massivholzmöbel transportiert, ist er besonders hoch. Deshalb berechnen Umzugsunternehmen die Kosten nicht nur über die Menge an Umzugsgut, sondern vor allem auch über die Anzahl an zurückgelegten Kilometern.

Umfang des Umzugsguts

Mit einem großen Haushalt kann der Umzug besonders teuer werden.

  • Wie viele Möbel und Umzugskisten müssen transportiert werden?
  • Welche Anzahl an Personen zieht um?
  • Genügt ein Transporter oder wird ein Lkw benötigt?

Grundsätzlich gilt: Je höher das Gesamtumzugsvolumen, desto höher die Umzugskosten. Ein Volumenrechner hilft dabei, den Umfang des Umzugs und somit dessen Kosten zu ermitteln.

Privatumzug oder mit Umzugsfirma?

Ein großer Kostenfaktor ist, ob der Umzug in Eigenregie durchgeführt oder eine Firma beauftragt wird. Umzugsunternehmen berechnen bezüglich der Distanz eine Kilometerpauschale, die sich im Durchschnitt auf etwa 0,75 Euro pro Kilometer beläuft. Viele Möbelspeditionen berücksichtigen daneben die Etagen, die überwunden werden müssen. Unter Umständen ist ein Möbellift nötig, was die Umzugskosten nicht unwesentlich ansteigen lässt. Es lohnt sich ein Vergleich verschiedener Umzugsfirmen, denn die Preise können deutlich variieren. Danach folgt zur Ermittlung der Kosten meist eine Besichtigung. Es empfiehlt sich, einen Festpreis zu vereinbaren.

Renovierungskosten

Je nach Mietvertrag ist es oftmals notwendig, in der alten Wohnung Schönheitsreparaturen durchzuführen. Dazu gehören beispielsweise Maler- und Renovierungsarbeiten an den Wänden, um normale Gebrauchsspuren zu entfernen. Wer beispielsweise verpflichtet ist, die Wände weiß zu streichen, muss mit mindestens 30 Cent je Quadratmeter rechnen. Des Weiteren müssen oft Bohrlöcher verputzt werden. Wer diese Aufgaben nicht selbst übernimmt, muss einen Handwerker beauftragen und auch diesen Kostenpunkt berücksichtigen.

Maklergebühren?

Bei Mietwohnungen regelt das Bestellerprinzip seit dem Jahr 2015, dass immer der den Makler bezahlen muss, der ihn beauftragt hat. Dies ist in der Regel der Vermieter. Lässt der Mieter den Makler eine Wohnung suchen, muss er die Provision entrichten. Die genaue Höhe des Prozentsatzes ist von der Region abhängig und frei verhandelbar. Laut Gesetz liegt das Maximum jedoch bei zwei Monatsnettokaltmieten plus Mehrwertsteuer.

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Ablöse?

Teilweise verlangen Vormieter für Einrichtungsgegenstände, die sie im Mietobjekt hinterlassen eine Ablöse – beispielsweise für eine Einbauküche. Diese Zahlungen lassen sich frei vereinbaren. Der Preis sollte dabei maximal 50 Prozent des Neuwerts liegen. Es besteht allerdings keine Verpflichtung, dass der Nachmieter die Dinge abkaufen muss.

Kaution

Mieter müssen eine Mietkaution zahlen, die bis zu drei Nettokaltmieten betragen darf und vom Vermieter auf einem Mietkautionskonto angelegt werden muss. Nach Beendigung des Mietvertrags muss der Vermieter die Summe zuzüglich Zinsen zurückzahlen, wenn während der Mietzeit keine Schäden oder Mietrückstände verursacht wurden oder Nachzahlungen ausstehen. Dies zeigt, wie wichtig es ist, zu Beginn des Mietverhältnisses bereits vorhandene Mängel schriftlich festzuhalten. Eine Alternative zur Hinterlegung der Mietkaution ist eine Bankgarantie oder eine Mietkautionsversicherung. Eine solche kostet einen (relativ geringen) monatlichen Betrag und empfiehlt sich dann, falls Du die Kaution nicht in bar aufbringen kannst oder willst. In unserem Mietkautionsversicherungs-Vergleich kannst Du in sekundenschnelle mit ein paar Klicks die verschiedenen Angebote vergleichen, um das für Dich beste zu finden.

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Um die bei einem Umzug anfallenden Kosten im Zaum zu halten, solltest Du Deine alte Wohnung nicht nur in einem einwandfreien Zustand hinterlassen, um die volle Mietkaution zurück zu erhalten. Sondern darüber hinaus die anfallenden Schönheits- und Renovierungsarbeiten selbst durchführen.

Ist eventuell doppelt Miete zu bezahlen?

Bei einem Wohnungswechsel kann es sein, dass doppelt Miete gezahlt werden muss – sowohl für die alte als auch die neue Wohnung – falls sich die zwei Mietzeiträume überschneiden. Das kann der Fall sein, falls Renovierungsarbeiten den Umzug verzögern oder Du die Kündigungsfrist für die alte Wohnung (die meist drei Monate beträgt) nicht einhältst. Vermieter sind nicht dazu verpflichtet, Mieter vorzeitig aus dem Vertrag zu entlassen. Dies ist eine große finanzielle Belastung. Hier ist es sinnvoll, nach einem Nachmieter zu suchen, der die Wohnung übernimmt – dieser muss jedoch vom Vermieter akzeptiert werden.

2. Umzugskosten für die Vorbereitung des Umzugs

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Eine sorgfältige Umzugsplanung erspart Dir nicht nur viel Zeit und Nerven, sondern genauso unnötige Ausgaben. Im Folgenden findest Du die wichtigsten Punkte, welches es im Vorfeld des Umzugs zu beachten gibt, um die Kosten nicht unnötig in die Höhe zu treiben.

Umzugskartons und Packmaterial

Umzugskartons sind unverzichtbar für den Transport Deines Hab und Guts – diese sollten zudem robust und ausreichend groß sein. Sie sind zum Beispiel in Baumärkten erhältlich. Pro Stück kosten sie – je nachdem, wie groß und stabil sie sind – einen bis fünf Euro. Ein Haushalt mit zwei Personen sollte 30 bis 50 Kartons einplanen. Hinzu kommen Kosten für weitere Umzugsmaterialien wie Packpapier, Luftpolsterfolie oder Kantenschutzecken. Wer eine Firma mit dem Umzug beauftragt, kann in der Regel auch die Kartons und Verpackungsmaterial mitbestellen. Eine Alternative zu Umzugskartons sind wiederverwendbare Umzugskisten (wie die der Turtlebox) zu mieten.

Renovierungen

Je nach Mietvertrag fallen in der alten Wohnung Maler- oder Renovierungsarbeiten an. Beim Streichen kann beispielsweis pro Quadratmeter mit 30 bis 40 Cent gerechnet werden.

Halteverbotstafeln

Um eine Halteverbotszone für den Umzug zu beantragen fallen ebenso Kosten an. Die Einrichtung ist bei einem Wohnungswechsel sowohl für die alte als auch neue Wohnung anzuraten, um einen Parkplatz sicherzustellen und lange Wege bepackt mit dem Umzugsgut zu vermeiden. Niemand möchte die Möbel und Umzugskartons unnötig weit transportieren. Die Gebühren dafür variieren von Stadt zu Stadt und sind bei den für Deinen alten und neuen Wohnort zuständigen Straßenverkehrsbehörden in Erfahrung zu bringen. Bei Beauftragung eines Umzugsunternehmen kümmert sich dieses in der Regel auch um die Einrichtung des temporären Parkverbots.

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3. Welchen Kosten fallen für den Transport des Hausrats an?

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Hier variieren die Kosten natürlich deutlich in Abhängigkeit davon, ob Du in Eigenregie oder mit einer Firma umziehst.

Privater Umzug

Bei einem Privatumzug müssen die Mietkosten für den Transporter einkalkuliert werden. Sie belaufen sich über das Wochenende je nach Fahrzeuggröße ungefähr auf 90 bis 250 Euro – in Abhängigkeit vom Fahrzeug und dessen Laderaum. Aber Vorsicht: Die Angebote enthalten oftmals eine bestimmte Anzahl an Freikilometern, beispielsweise 100 Kilometer pro Tag – bei Überschreiten dieser Maximaldistanz fallen pro Kilometer zusätzliche Gebühren an. Wer unter der Woche umzieht, profitiert von günstigeren Preisen, da hier die Auslastung der Fahrzeuge nicht so groß ist. Zu beachten ist zudem das Fahrverbot für LKWs an Sonntagen. Manche Anbieter verlangen zudem eine Mietkaution, die nach Rückgabe des Fahrzeugs zurückerstattet wird, aber erst einmal mit eingeplant werden muss. Um für eventuelle Schäden am Fahrzeug abgesichert zu sein, empfiehlt sich außerdem eine Versicherung abzuschließen.

Verpflegung für Helfer: Für die Umzugshelfer muss ein gewisses Budget für die Verpflegung und ausreichend Getränke eingeplant werden, pro Person circa fünf bis zehn Euro pro Tag.

Transportversicherung: Während des Umzugs kann schnell etwas zu Bruch gehen. Falls Du besonders wertvollen Hausrat besitzt, solltest Du bei der Hausratversicherung in Erfahrung bringen, ob der Schutz greift und gegebenenfalls eine zusätzliche Transportversicherung abschließen. Sie kostet im Vergleich zu den möglichen Schäden, die entstehen können, recht wenig. Anhand eines Rechners lässt sich die genaue Summe online sehr schnell und einfach ermitteln. Wer mit einer Firma umzieht, ist besser abgesichert, denn sie haftet für eventuelle Umzugsschäden bis zu einem bestimmten Wert. Allerdings gilt diese Haftung in der Regel nicht für besonders wertvolle Möbel, Glasbruch oder Wertgegenstände.

Tipp: Auch ein Hausratsversicherungs-Vergleich lohnt sich von Zeit zu Zeit, um Geld zu sparen.

Was kostet ein Umzugsunternehmen?

Führt ein Unternehmen den Umzug durch, erspart dies viel Stress und Arbeitsaufwand – ist jedoch wesentlich teurer.

  • Innerhalb eines Ortes fangen die Kosten für eine Firma und einen Kleinumzug bei rund 500 Euro an. Neben der Entfernung ist ebenso die Größe der Wohnung entscheidend.
  • Bei einer 60 Quadratmeter großen Wohnung sind es innerhalb des Ortes rund 700 Euro,
  • während ein Langstreckenumzug mit einer Firma 2.000 bis mehr als 3.000 Euro kosten kann.

Bei diesen Angaben handelt es sich um die ungefähren Durchschnittskosten für einen StandardumzugSonderleistungen wie beispielsweise der Ab- und Aufbau der Möbel oder das Packen der Kartons schlagen extra zu Buche.

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Den Umzug von einer darauf spezialisierten Firma durchführen zu lassen, spart Zeit und Nerven – allerdings steigen dadurch die Umzugskosten in nicht unerheblichem Maße. Du kannst aber auch diese Kosten im Rahmen halten, indem Du alle vorbereitenden Arbeiten – sowie auch die in der neuen Wohnung – selbst übernimmst. Sprich das Packen der Umzugskisten oder den Ab- und Aufbau der Möbel.

4. Welchen Einfluß hat der Zeitpunkt des Umzugs auf die Kosten?

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Mietverträge beginnen üblicherweise am 1. oder 15. Eines Monats, sodass diese Tage natürlich auch die beliebtesten Umzugstage sind. Dementsprechend sind Kosten für Transporter oder Umzugsfirmen höher. Falls es Dir möglich ist, vermeide also Monatsanfang oder -mitte für den Umzug. Ähnliches gilt für Wochenenden. Zudem kann ein Umzug im Winter günstiger sein als im Frühling oder Sommer – aber natürlich ebenso anstrengender. Der ideale Zeitpunkt wäre also unter der Woche zwischen den Tagen 6 und 13 sowie 18 und 24 eines Monats.

5. In der neuen Wohnung – Welche Kosten fallen nach dem Wohnungswechsel an?

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Die Umzugskosten hören nach dem Transport des Hausrats in Deine neue Wohnung noch nicht auf, denn auch in dieser fallen noch Erledigungen an, welche Geld kosten.

Die wichtigsten Ummeldungen

Nicht zu vergessen sind die Meldekosten, beispielsweise:

  • Einwohnermeldeamt: Den Wohnsitz ummelden ist Pflicht und muss innerhalb von 14 Tagen erledigt werden, um ein Bußgeld zu vermeiden. Die Bearbeitungsgebühr selbst liegt bei etwa zehn Euro.
  • Ummeldung Telefon und Internet: Viele Anbieter berechnen bis zu 70 Euro für den Umzug, während er bei anderen bei einer Vertragsverlängerung kostenlos ist.
  • Ummeldung Kfz: Je nach Zulassungsbezirk kostet sie 20 bis 30 Euro. Möchtest Du neue Kennzeichen, steigen die Gebühren an.
  • Nachsendeauftrag (Post ummelden): Der Nachsendeauftrag, mit dem die Post an die neue Anschrift weitergeleitet wird, kostet für ein halbes Jahr rund 20 Euro. Auch andere Zeiträume mit anderen Kosten sind möglich.

Übrigens: Mit unserer YouChange-Umzugs-App werden alle Deine Vertragspartner automatisch über Deine Adress – oder Namensänderungen informiert. Dadurch hast Du keinen unnötigen Zeitaufwand, vergißt niemand zu benachrichtigen und ersparst Dir neben Zeit vor allem Ärger. YouChange: Umziehen – einfach digital!

Neuanschaffung von Einrichtungsgegenständen

Ein weiterer Kostenpunkt sind neue Möbel, falls die alten nicht in die Wohnung passen oder sie größer geworden ist. Vielleicht sind gewisse Einrichtungsgegenstände auch zu sehr abgenutzt und Du musst sie deshalb erneuern.

6. Kann ich die Umzugskosten von der Steuer absetzen?

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Die gute Nachricht zuerst: Ja, prinzipiell sind Umzugskosten steuerlich absetzbar. Dafür müssen allerdings gewisse Voraussetzungen erfüllt werden – welche das erfährst Du in den folgenden Kapiteln.

Privatumzug

Es ist möglich, die Umzugskosten bei der nächsten Einkommenssteuererklärung abzusetzen. Wichtig ist dabei jedoch, sie genau zu belegen, um sie in der Steuererklärung als haushaltsnahe Dienstleistungen geltend zu machen. Absetzbar sind zum Beispiel die Kosten für den Transport, Schönheitsreparaturen und Malerarbeiten. Für haushaltsnahe Dienstleistungen können für die Arbeits- und Fahrtkosten jährlich bis zu 20.000 Euro steuerlich geltend gemacht werden. Das Finanzamt gewährt eine Steuerermäßigung von 20 Prozent. Die Steuerschuld kann demnach pro Jahr um maximal 4.000 Euro reduziert werden.

Hier erfährst Du alles darüber, wie Du einen privaten Umzug von der Steuer absetzen kannst.

Gesundheitliche Gründe

Wer aus gesundheitlichen Gründen umzieht, kann die Umzugskosten als außergewöhnliche Belastung angeben. Beispielsweise bei einem Umzug aufgrund von Asthma oder anderen Lungenerkrankungen an die Ostsee.

Beruflich bedingter Wechsel des Wohnortes

Ist der Umzug beruflich bedingt, kannst Du die Umzugskosten bei der nächsten Steuererklärung entweder über die Umzugskostenpauschale oder als Werbungskosten absetzen – beispielsweise für das gemietete Fahrzeug, Umzugsunternehmen oder den Makler.

Dies ist zum Beispiel möglich, falls sich durch den Wohnungswechsel Dein Arbeitsweg um mindestens eine Stunde verkürzt oder Du durch den Arbeitgeber in eine andere Stadt versetzt wurdest. Ziehst Du beispielsweise aufgrund von anstehenden Renovierungsarbeiten verspätet in die neue Wohnung ein oder hast den Vertrag der bisherigen Wohnung nicht rechtzeitig gekündigt, kannst Du für die neue Wohnung maximal drei und für die alte bis zu sechs Monatsmieten steuerlich absetzen.

Hartz IV-Bezieher

Die Arbeitsagentur übernimmt die Umzugskosten in bestimmten Fällen:

  • Beispielsweise, falls die neue Arbeitsstelle in einem anderen Ort ist oder die Jobaussichten in einer anderen Stadt bzw. Bundesland bessere sind.
  • Genauso für den Fall, dass der Vermieter dem Mieter unverschuldet kündigt,
  • das Amt darauf besteht, dass der Hartz IV-Empfänger umzieht, um die Mietkosten zu senken,
  • oder wenn Du aufgrund von Familienzuwachs eine größere Wohnung benötigst.

Die Kosten für ein Umzugsunternehmen werden nur übernommen, falls es Dir zum Beispiel aufgrund gesundheitlicher Einschränkungen nicht möglich ist, in Eigenregie umzuziehen. Es ist immer wichtig, den zuständigen Sachbearbeiter frühzeitig über den Umzugswunsch zu informieren und abzuklären, welche Kosten von der Agentur für Arbeit übernommen werden, denn bei nachträglich gemeldeten Umzügen ist die Chance auf eine Kostenübernahme niedrig.

Hier unseren Ratgeber zum Thema „Umzug mit Hartz 4 – neue Wohnung, obwohl ich beim Jobcenter gemeldet bin“ nachlesen.

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Einen Umzug kannst Du sowohl von der Steuer absetzen als auch die Umzugskosten bei der Agentur für Arbeit geltend machen – in beiden Fällen musst Du allerdings gewisse Voraussetzungen erfüllen.

Doppelte Haushaltsführung

Zum Teil ist es aufgrund der Arbeitsstelle nötig, eine Zweitwohnung zu mieten. Können die Familienangehörigen beispielsweise nicht mit umziehen, sind die entstehenden Kosten mit denen eines berufsbedingten Umzugs vergleichbar. Die doppelte Miete kannst Du in der Steuererklärung als Werbungskosten geltend machen, falls der Umzug dem Erhalt, Erwerb oder einer Fortführung Deines Jobs dient. Absetzbar sind maximal 4.000 Euro jährlich.

7. Hilfreiche Tipps, um Umzugskosten zu sparen

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Zum Abschluss haben wir Dir noch hilfreiche Umzugstipps zusammengestellt, welche Dir dabei helfen sollen, die Umzugskosten zu senken.

Doppelte Miete vermeiden

Es ist wichtig, den Mietvertrag für die alte Wohnung rechtzeitig zu kündigen, um nicht durch eine Nichteinhaltung der Kündigungsfrist einige Monate lang doppelte Miete zahlen zu müssen. Falls Du die Kündigungsfrist nicht einhalten kannst oder willst, Dein Vermieter jedoch auf der Einhaltung von dieser besteht, biete ihm an selbst einen akzeptablen Nachmieter zu suchen, der die Wohnung übernimmt.

Versorger wechseln

Ein Umzug ist eine gute Gelegenheit, einige Versorger zu wechseln, um dadurch Geld zu sparen – beispielsweise den Strom- oder Gasversorger. Mit einem Anbieterwechsel sind jährliche Einsparungen im dreistelligen Bereich möglich. Der Vergleich ist demzufolge nicht nur bei einem Umzug, sondern regelmäßig empfehlenswert.

Weiterlesen: Alles Wissenswerte zu den Themen „Strom ummelden“ und „Gas ummelden„.

Umzugsvolumen verringern

Vor dem Umzug empfiehlt sich eine Bestandsaufnahme des Hausrats. Dabei solltest Du prüfen, ob Du  alles mit in die neue Wohnung nehmen wirst. Unnötiges kannst Du verschenken, verkaufen oder spenden. Auf diese Weise ist es möglich, bezüglich der Verpackungs- und Transportkosten Geld zu sparen.

Umzugsdatum gut wählen

Wer den Wohnungswechsel auf einen Wochentag statt auf das Wochenende legt, kann sowohl beim Transportfahrzeug als auch bei der Umzugsfirma Geld sparen. Der günstigste Umzugstermin liegt bei Speditionen zwischen dem 6. und 13. sowie 18. bis 24.

Transport des Hausrats als Beiladung

Viele Umzugsfirmen bieten den Umzug inklusive Beiladung an. Es wird also nicht der gesamte Wagen gemietet, sondern nur ein Teil der Ladefläche eines anderen Transports, welcher im Fahrzeug noch freie Fläche lässt. Dies bietet für alle Beteiligten die Möglichkeit, Kosten zu sparen. Diese Option lohnt sich vor allem dann, wenn ein Umzug nicht in Eigenregie zu bewältigen, aber das Mieten eines eigenes Umzugsfahrzeugs aufgrund des kleinen Hausrats nicht sinnvoll ist. Die Beiladung ist auch eine gute Idee bei sperrigen Gütern wie einem Klavier oder Aquarium, die nicht ins Auto passen.

Umzugskisten leihen oder gebraucht statt neu kaufen

Gebrauchte Umzugskartons sind einiges günstiger als neue. Sie sind auf verschiedenen Portalen wie eBay Kleinanzeigen erhältlich. Es gibt auch Firmen, die einen Leihdienst anbieten – wie zum Beispiel Turtlebox – dabei sparst Du nicht nur bares Geld, sondern tust auch der Umwelt etwas Gutes. Eine gute Alternative sind Bananenkartons, die von den Supermärkten normalerweise nach dem Gebrauch entsorgt werden.

Umzugsunternehmen vergleichen und Festpreis vereinbaren

Ein Vergleich von verschiedenen Angeboten ist bei allen Dienstleistungen wichtig, so auch bei der Umzugsfirma – so kannst Du beispielsweise mit bereits erhaltenen Kostenvoranschlägen bei anderen Anbietern verhandeln. Die Vereinbarung eines Festpreises erspart teure Überraschungen. Wenn der Umzugswagen beispielsweise Ewigkeiten im Stau steckt, musst Du diese Stunden ansonsten mit bezahlen. Insbesondere in großen Städten kann dies sehr teuer werden. In einem Festpreisangebot sind auch weitere Risiken wie Verzögerungen beim Möbelaufbau enthalten. Fehlkalkulationen werden dem Umzugsunternehmen angelastet. Daneben empfiehlt es sich, die Kartons selbst zu packen, um Kosten zu sparen.

Damit sind wir am Ende unseres Ratgebers zum Thema „Umzugskosten berrechnen: Welche Kosten fallen bei einem Umzug an?“ angelangt. Wir hoffen, dass wir all Deine Fragen beantworten konnten. Falls nicht, dann hinterlasse uns gerne ein Kommentar oder schreibe uns eine Mail.

Übrigens: Mit unserer YouChange-Umzugsapp werden alle Deine Vertragspartner automatisch über Deine Adress- oder Namensänderungen informiert. Dadurch hast Du keinen unnötigen Zeitaufwand mit dem Ummelden, vergisst niemand zu benachrichtigen und ersparst Dir neben Zeit vor allem Ärger. YouChange: Umziehen – einfach digital! Solltest Du noch Fragen zu unserem Service haben, kannst Du hier unsere FAQ nachlesen – oder uns direkt eine Nachricht schreiben.

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