ᐅ Umzugsplaner 📋 Mit der perfekten Umzugsvorbereitung stressfrei ins neue Zuhause 🏡

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Ein Umzug ist immer mit einem gewissen Stress verbunden, denn in aller Regel muss er neben dem normalen Leben – das heißt Job, Studium und / oder Familienleben – arrangiert werden. Der Wohnungswechsel beginnt mit der Suche nach einer passenden Bleibe (inklusive oft vieler Wohnungsbesichtigungen), geht über den eigentlichen Transport des Hausrats selbst und endet bei den vielen Dingen, die es in der neuen Wohnung sowie bezüglich der Adressänderung zu erledigen gibt.

Zum Teil gewährt der Arbeitgeber zumindest Sonderurlaub. Egal, ob in Eigenregie oder mit einer Umzugsfirma – das Um- und Auf für einen möglichst reibungslosen Ablauf ist die frühzeitige und gründliche Planung. Die nachfolgende Umzugscheckliste hilft Dir dabei, den Überblick zu bewahren und den Stress möglichst gering zu halten. Sie führt mit nützlichen Umzugstipps durch alle wichtigen Stationen. Mit unserem Umzugsplaner den Wohnungswechsel sicher und stressfrei über die Bühne bringen.

umzugsplaner
Ein Umzug ist in der Regel ein längerer Prozess, welcher mit einigem an Aufwand – sowie teilweise auch Stress – verbunden ist. Eine umfassende Umzugsplanung – inklusive Umzugs-Checkliste zum Abhaken – ist deshalb eine hilfreiche Unterstützung, um den Wohnungswechsel optimal über die Bühne zu bekommen.

Inhaltsverzeichnis:

      1. Wohnungsumzug: Was gibt es in der alten Wohnung zu erledigen?
      2. Umzugsvorbereitung: Packen und Verpacken.
      3. Umzug selbst durchführen oder doch lieber mit einem Umzugsunternehmen?
      4. Umzug in eine andere Stadt oder ein anderes Bundesland.
      5. Sonderurlaub für Umzug: Hast Du ein Anrecht darauf?
      6. Der große Tag: Einen Plan für den Umzugsablauf erstellen.
      7. Was gibt es beim Einzug in die neue Wohnung zu beachten?
      8. Was muss nach dem Umzug alles erledigt werden?
      9. Fazit: Unser Schritt-für-Schritt Umzugsplaner.

 

1. Wohnungsumzug: Was gibt es in der alten Wohnung zu erledigen? 🏚

Ein Umzug beginnt in der Regel dort, wo der letzte geendet hat – In Deiner aktuellen Wohnung. Und zwar mit den folgenden Schritten:

1.1 Alte Wohnung kündigen (und eventuell Nachmieter suchen)

Sobald der Umzugstermin steht, ist es das Wichtigste, die bisherige Wohnung rechtzeitig in schriftlicher Form zu kündigen (erfahre hier alles darüber, wie Du ordnungsgemäß ein Mietverhältnis beendest). Halte dabei die Kündigungsfrist ein, um nicht für zwei Wohnungen bezahlen zu müssen. In der Regel beträgt sie drei Monate. Alle Mieter müssen die Kündigung unterschreiben. Folgende Angaben dürfen nicht fehlen:

  • Anschrift der zu kündigenden Wohnung.
  • Gewünschter Kündigungstermin.
  • Ort, Datum und Unterschrift aller Personen, die im Mietvertrag eingetragen sind.

Außerdem empfiehlt es sich, um eine schriftliche Kündigungsbestätigung vom Vermieter zu bitten sowie eine vorhandene Einzugsermächtigung zu widerrufen.

Manchmal musst Du auch nach einem Nachmieter suchen, der den Wohnraum übernimmt. Beispielsweise, falls der Mietvertrag vorzeitig (und ohne Einhaltung der Kündigungsfrist) gekündigt werden soll oder Du eine Ablöse für Verbesserungen an der Wohnung oder Einbaugeräte haben möchtest. Vorausgesetzt, dies ist erlaubt. Übrigens: Es muss grundsätzlich kein Grund für die Kündigung genannt werden.

1.2 Termin für Wohnungsübergabeprotokoll und Schlüsselübergabe vereinbaren

Ein Mietverhältnis ist offiziell erst beendet, nachdem die Wohnungsübergabe stattgefunden hat. Unverzichtbar ist es daher, einen Termin für das Verfassen des Übergabeprotokolls festzulegen, bei welchem eventuell vorhandene Schäden und Mängel am Objekt notiert werden. Im Idealfall hast Du diese beim Einzug ebenfalls gesichtet – und falls vorhanden – mit Bildern festgehalten sowie vom Vermieter gegenzeichnen lassen.

Auf diese Art und Weise können sie Dir beim Auszug nicht angelastet werden, denn bei diesem prüft der Vermieter mit Sicherheit, ob die Wohnung im einwandfreien Zustand ist. Im Falle von Mängeln behält er sich eventuell einen Teil der Mietkaution ein, falls Du nicht belegen kannst, dass diese zum Zeitpunkt Deines Einzugs schon bestanden. Bei der Wohnungsübergabe werden auch die Zählerstände von Gas und Strom notiert sowie die Schlüssel übergeben.

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Renovierungsarbeiten vor dem Auszug

Mit dem Vermieter müssen ebenso die üblichen Renovierungs- und Verschönerungsarbeiten besprochen werden, welche von Dir zu erledigen sind. Wie beispielsweise das Streichen der Wände oder Entfernen von Gebrauchs- und Abnutzungsspuren wie dem Verputzen von Bohrlöchern. Sind im Mietvertrag entsprechende Klauseln vorhanden, können solche Arbeiten auf den Mieter übertragen werden. Diesem steht es dann offen, einen Handwerker zu beauftragen oder sie selbst durchzuführen. Enthält der Mietvertrag diesbezüglich keine Angaben, ist der Vermieter für diese Arbeiten zuständig.

2. Umzugsvorbereitung: Packen und Verpacken. 📦

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Damit der eigentliche Transport des Hausrats am Umzugstag möglichst reibungslos vonstatten geht, muss dieser gut geplant und vorbereitet werden. Dazu gehören die folgenden Schritte.

2.1 Ausmisten und Verpackungsmaterial besorgen

Bevor es ins neue Zuhause geht, muss Dein Hab und Gut verpackt werden. Mit robusten Umzugskartons oder Kisten sowie dem passenden Packmaterial kommt alles sicher am Ziel an. Es ist wichtig, rechtzeitig mit dem Verpacken zu beginnen, denn dies stellt einen aufwendigen Teil des Umzugs dar.

Tipp: Anstatt Umzugskartons aus Pappe zu verwenden, welche danach oft im Keller verstauben oder Müll landen, bietet sich die Verwendung von wiederverwendbaren Umzugskisten an. Diese

  • sind bei weitem robuster als ihre Pendants aus Karton,
  • werden zu Dir nach Hause geliefert und von Deiner neuen Wohnung wieder abgeholt,
  • und schonen die Umwelt dadurch, dass sie viele Male wiederverwendbar sind.
  • Wodurch sie am Ende sogar günstiger sind.

Ein bekannter Anbieter für solche ist zum Beispiel Turtlebox.

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Eine gute Alternative zu den klassischen Umzugskartons sind wiederverwendbare Plastikboxen, welche inzwischen von verschiedenen Anbietern für Umzüge vermietet werden.

Beim Packen für den Umzug wird auch gleichzeitig ausgemistet, denn was schon lange keine Beachtung mehr fand, wird nur wenig sinnvoll mit in die neue Wohnung transportiert. Überlege Dir bei jedem Gegenstand, welchen Du in die Hand nimmst, wann Du diesen das letzte Mal verwendet hattest. Ist dies solange her, dass Du Dich schon kaum mehr daran erinnern kannst, dann benötigst Du diesen Gegenstand voraussichtlich nicht mehr.

Fülle mit Deinem ausgemusterten Hab und Gut jedoch nicht einfach nur die nächste Mülltonne. Gebrauchte Dinge können entweder beim Verkauf noch gutes Geld bringen – und so Deine Umzugskasse füllen – oder aber auch jemandem eine Freude machen, wenn Du diese einem karitativen Zweck zuführst.

Erfahre hier mehr zum Thema: „Ausmisten vor einem Umzug„.

Tipps zum richtigen Packen

  • Packe diejenigen Gegenstände, die Du selten benötigst, zuerst ein.
  • Schweres kommt nach unten und Leichtes nach oben.
  • Bei zerbrechlichen Dingen ist zusätzlicher Schutz notwendig, beispielsweise Zeitungspapier bei Geschirr oder Luftpolsterfolie zum Schutz der Bilderrahmen und Spiegel.
  • Eine Beschriftung der Kartons und Kisten hilft beim Auspacken dabei, den Überblick zu bewahren.
  • Was das Gewicht angeht, sind 20 Kilogramm pro Kiste ein guter Richtwert.
  • Hilfreich ist es, in der Wohnung eine Ecke frei zu räumen, in der die fertig gepackten Kisten platzsparend gestapelt werden.

2.2 Wie viele Kartons braucht man für einen Umzug?

Die Menge an benötigten Umzugskartons wird häufig unterschätzt. Deren Anzahl orientiert sich einerseits daran, wie viele Personen im Haushalt leben. Sowie andererseits auch, wie lange man schon in der Wohnung lebt, denn im Laufe der Zeit sammeln sich gewöhnlich immer mehr Dinge an. Zur Orientierung die folgenden Angaben:

  • WG-Zimmer: 10 bis 15 Umzugskartons.
  • Einpersonenhaushalt mit ein bis zwei Zimmern: rund 30 Kartons.
  • Haushalt mit mehreren Personen: pro Person 20 bis 25 Umzugskartons. Ein Kind kommt dabei in der Regel mit 10 bis 15 Stück aus.

Dabei handelt es sich um ungefähre Durchschnittsangaben – Du selbst wirst am besten wissen, ob Du eher mehr oder weniger Dinge besitzt als der Durchschnitt. Packlisten helfen Dir außerdem dabei, Dir einen Überblick über Deinen Hausrat zu verschaffen.

3. Umzug selbst durchführen oder doch lieber mit einem Umzugsunternehmen? 🚚

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Zu Beginn der Umzugsplanung steht außerdem die Entscheidung, ob Abbau, Transport und neuerlicher Aufbau Deines Hausrats in Eigenregie durchgeführt oder doch lieber ein Umzugsunternehmen damit beauftragt werden soll. Eine solche kümmert sich auf Wunsch ebenso um alle weiteren Belange, wie z. B. die Einrichtung der Halteverbotszone.

Dies erspart Dir viel Mühe, Zeit und Stress. Das Umzugsunternehmen packt bei Bedarf auch Deinen gesamten Hausrat ein und wieder aus – inklusive Bereitstellung der dafür nötigen Kartons und des Packmaterials. Viele Mieter übernehmen dies jedoch selbst, um die Umzugskosten zu senken. Die Umzugsgüter sind darüber hinaus – und anders als beim Umzug in Eigenregie – versichert.

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3.1 Falls mit Umzugsunternehmen: Umzugskosten berechnen

Falls Du den Umzug von einer Firma durchführen lassen möchtest, solltest Du Dir vor Beginn einen Überblick darüber verschaffen, wie die am Ende anfallenden Gesamtkosten sein werden. Diese hängen von verschiedenen Faktoren wie

  • dem Umfang des Hausrats (in m³),
  • Entfernung zur neuen Adresse (in gefahrenen km),
  • dem Zeitpunkt des Umzugs (Monatsanfang und Wochenenden sind teurer)
  • sowie Sonderleistungen (mehr Stockwerke, größere Entfernung zwischen Parkplatz und Haustüre, Möbelabbau und -aufbau, Transport von zerbrechlichen oder wertvollen Dingen usw.) ab.
  • Der Full-Service, der neben dem Ab- und Aufbau der Möbel, sowie deren Transport auch das Packen der Umzugskartons umfasst, ist selbstverständlich die teuerste Variante.

Zu guter Letzt variieren die Preise zwischen den einzelnen Umzugsunternehmen, sodass rechtzeitig mehrere Angebote eingeholt werden sollten. Ein kleiner Wohnungsumzug kann ab 500 Euro möglich sein – ein größerer dahingegen leicht mit 2.000 Euro zu Buche schlagen. Dies sind jedoch lediglich grobe Orientierungshilfen. Für eine exakte Berechnung, musst Du Dir ein Umzugsangebot einholen.

Übrigens: Du kannst Umzugskosten von der Steuer absetzen.

3.2 Falls Privatumzug: Fahrzeug, Helfer und Werkzeuge organisieren

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Bei einem Privatumzug müssen Umzugshelfer engagiert werden, denn ohne Hilfe geht es meist nicht. Bei einer überschaubaren Größe des Haushalts sowie Entfernung zum Zielort genügt eventuell das eigene Fahrzeug für den Transport. In den meisten Fällen ist es jedoch notwendig, frühzeitig ein ausreichend großes Transportfahrzeug zu mieten und dieses bereits am Abend vor dem Umzug abzuholen.

Um einen Kleintransporter fahren zu dürfen, ist der Führerschein Klasse B ausreichend. Die Gesamtmasse des Fahrzeugs darf dabei 3,5 Tonnen nicht übersteigen. Schwere Kartons werden zuerst eingeladen und leichtere Kartons oben aufgestapelt. Daneben müssen zum Ab- und Aufbau der Möbel entsprechende Werkzeuge vorhanden sein. Nützliche Hilfsmittel sind darüber hinaus Sackkarren und Tragegurte.

Wie viele Umzugshelfer braucht man für einen Umzug?

Für einen normalen Haushalt genügen in der Regel zwei bis fünf Helfer. Sind es zu viele, kann auch schnell einmal Chaos ausbrechen – wohingegen ein Umzug mit zu wenigen Umzugshelfern entsprechend körperlich anstrengender ist und länger dauert. Es ist sinnvoll, Ausfälle einzuplanen – beispielsweise krankheitsbedingt – um hierbei auf Ersatzhelfer zurückgreifen zu können.

3.3 Bei einem Privatumzug Halteverbotszone beantragen

Um sicherzugehen, dass am Tag des Umzugs vor Ort ein Parkplatz vorhanden ist – an zwar sowohl vor der alten als auch der neuen Wohnung – ist es wichtig, ein Halteverbot einrichten zu lassen. Denn es ist alles andere als unterhaltsam, die Doppelcouch zuerst zwei Blöcke weit, und danach drei Stockwerke hoch, tragen zu müssen. Der entsprechende Antrag muss mindestens sieben Tage vor dem Umzugstermin beim Straßenverkehrsamt eingereicht werden.

Es ist jedoch ratsam, diesen zwei bis vier Wochen vorher zu stellen, um sicherzugehen, dass er rechtzeitig bearbeitet wird. Daneben ist es wichtig, die Beschilderung rechtzeitig zu platzieren, damit die Anwohner und andere Fahrzeugführer darüber Bescheid wissen, dass der Parkplatz zur entsprechenden Zeit nicht verfügbar ist. Dabei gilt es, Beginn und Ende des Zeitraums möglichst genau zu planen, um unnötige Kosten zu vermeiden.

Erfahre hier mehr zum Thema: „Halteverbot für Umzug beantragen„.

4. Umzug in eine andere Stadt oder ein anderes Bundesland: Die wichtigsten Tipps. 🚛

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Ein Umzug über eine längere Distanz – wie in eine andere Stadt, ein anderes Bundesland oder gar ein anderes Land – ist eine große Veränderung. Kommt es doch nicht nur zu einem Wechsel der Unterkunft, sondern des gesamten Umfelds. Bei einem solchen Langsteckenumzug ist eine umfassende  Vorbereitung demzufolge von noch größerer Wichtigkeit.

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Bei einem Umzug in eine andere Stadt oder ein anderes Bundesland ist eine umfangreiche Umzugsplanung von noch größerer Wichtigkeit als bei einem Wohnungswechsel über eine kürzere Distanz.

Es empfiehlt sich, nachdem Du schon fix eine neue Wohnung gefunden hast, den neuen Wohnort einmal für ein paar Tage zu besuchen. So kannst Du die Umgebung kennenlernen und Dir in Ruhe ohne Alltagsstress ein Bild von dieser machen. Lege dabei besonderes Augenmerk auf:

  • Wie ist die Parkplatzsituation vor Deinem Haus, wo befinden sich die nächsten Haltestellen des öffentlichen Verkehrs?
  • Wie sieht es mit der Nahversorgung in Deinem Viertel aus? Wo ist der nächste Supermarkt, die nächste Apotheke, der nächste Arzt usw.?
  • Fahre schon einmal den Arbeitsweg ab, entweder mit Deinem eigenen Fahrzeug oder mit den Öffis. Oder auch den Weg zur Kita oder der Schule, falls Du Kinder hast.
  • Spaziere ein bisschen durch Deine neue Wohngegend: Was für einen Eindruck macht diese auf Dich? Sicher? Sauber? Gibt es ausreichend Grünflächen oder auch Spielplätze?

So erhältst Du schon einmal einen Überblick über die Situation vor Ort und kannst viel leichter reagieren, falls es im Verlauf des Umzugs zu unvorhergesehenen Situationen kommen sollte. Außerdem werden die ersten Tage im neuen Zuhause für Dich viel angenehmer und stressfreier vergehen.

Ein Sonderfall stellt der Umzug in eine andere Stadt oder ein anderes Bundesland bei einem gemeinsamen Sorgerecht dar: Eltern haben für ihren Nachwuchs das gemeinsame Sorgerecht und müssen in gegenseitigem Einvernehmen stets zum Wohl des Kindes agieren. Bei unterschiedlichen Vorstellungen ist es nötig, sich zu einigen.

Ein Elternteil darf nicht ohne die Zustimmung des anderen Elternteils oder gegen seinen Willen allein entscheiden, bei wem das Kind zukünftig wohnen wird.

Durch den veränderten Wohnort wird auch das Umgangsrecht oftmals deutlich erschwert. Daher ist ein Umzug in eine andere Stadt oder ein anderes Bundesland ohne Absprache unzulässig. Erfolgt er gegen den Willen eines Elternteils, kann dieses eine einstweilige Verfügung stellen, sodass ein Gericht über den Aufenthalt des Kindes bestimmt.

Hier erfährst Du mehr zum Thema „Umzug in eine andere Stadt oder ein anderes Bundesland.

5. Sonderurlaub für Umzug: Hast Du ein Anrecht darauf? ⛱

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Ein Wohnungswechsel ist kein kleines Unterfangen. Schon nicht innerhalb derselben Stadt – und noch weniger, falls er über eine längere Distanz erfolgt. Im Idealfall nimmst Du Dir deshalb rund um den Umzugstermin ein paar Tage frei. Diese gehen jedoch in vielen Fällen auf Kosten Deines Jahresurlaubs, denn ein Anrecht auf Sonderurlaub hast Du für einen Umzug keines.

5.1 Gibt es ein gesetzliches Recht auf Sonderurlaub für den Umzug?

Ein Umzug erfordert viel Zeit. Ein gesetzlicher Anspruch auf Sonderurlaub existiert diesbezüglich jedoch nicht. Daher gilt es, Arbeits- oder Tarifvertrag zu prüfen, ob Anspruch auf Urlaub für den Umzug besteht.

Auch, falls Dir laut Deinem Arbeitsvertrag freie Tage zustehen, solltest Du Deine Vorgesetzen rechtzeitig über den geplanten Wohnungswechsel informieren, damit diese entsprechend planen können. Steht Dir kein Sonderurlaub zu, ist es immer noch möglich, anzubieten, die Freistellung mit Überstunden abzuarbeiten.

Wie viele Tage stehen mir bei einem Umzug zu?

Wie viele Tage ein Umzügler freibekommt, ist ebenso nicht gesetzlich geregelt. Falls es laut Tarifvertrag Sonderurlaub gibt, dann handelt es sich dabei meistens um ein bis zwei Tage.

Hier erhältst Du ausführliche Informationen zum Thema „Sonderurlaub bei Umzug„.

6. Der große Tag: Einen Plan für den Umzugsablauf erstellen. 📑

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Der Umzugstag selbst konzentriert sich auf mehrere Aufgaben. Eine gute Umzugsplanung und To-do-Liste hilft dabei, die Übersicht nicht zu verlieren:

6.1 Nachbarn mit Aushang im Stiegenhaus über Umzug informieren

Das Tragen der Möbel und Kartons verursacht oftmals großen Lärm. Rechtlich gesehen bist Du nicht zur Information verpflichtet – doch wer in ein Mehrparteienhaus mit vielen Mietern zieht, sollte den geplanten Umzug vorher anmelden, um einen schlechten Einstand zu vermeiden.

Dasselbe gilt natürlich für die bald Ex-Hausgemeinschaft der alten Wohnung. Diese sollte ebenso vorgewarnt werden, um nicht unerwartet durch Umzugslärm aus dem Schlaf gerissen zu werden. Dies gilt vor allem dann, falls Dein Umzugstermin auf ein Wochenende fällt. Zur Information eignet sich ein Aushang oder alternativ Hinweiszettel in den Briefkästen.

6.2 Wann am besten anfangen zu packen?

Es ist wichtig, die anfallenden Tätigkeiten vorausschauend zu planen, um Stress zu vermeiden. Vor allem das zeitraubende Packen steht hierbei im Fokus. Am besten wird einige Wochen vor dem Umzugstag damit begonnen, jeden Tag drei Kartons mit den Dingen zu packen, die im Alltag selten bis nicht benutzt werden – beispielsweise Saisonkleidung oder Geschirrservices. Den Rest Deiner Dinge solltest Du spätestens 2-3 Tage vor dem Umzug beginnen einzupacken, um rechtzeitig fertig zu werden.

6.3 Wie lange für den Umzug einplanen?

Stress und Hektik entstehen am Umzugstag oftmals dadurch, dass die benötigte Zeit falsch eingeschätzt wird. Daher heißt es: Umzug strukturieren.

  • Ein Umzug innerhalb von Deutschland dauert meist ein bis drei Tage,
  • innerhalb Europas rund eine Woche
  • und ein Container nach Übersee vier bis acht Wochen.
  • Ein Umzug an einem Tag lässt sich meist nur bei einem kleinen Hausrat und innerhalb derselben Stadt / desselben Kreises realisieren.

6.4 Lebensmittel aufbrauchen

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Viele vergessen vor lauter Hektik den Inhalt des Kühl- und Gefrierschranks. Um zu vermeiden, dass Lebensmittel weggeworfen werden müssen oder verderben, gilt es, diese rechtzeitig aufzubrauchen und die entsprechenden Geräte wie Kühlschrank und Gefriertruhe abzutauen. Je nachdem, wie gut gefüllt diese in Deinem Fall sind, empfiehlt es sich ein- zwei Wochen vor dem Umzugstermin nicht mehr einzukaufen und Dich von den Reserven zu ernähren.

6.5 Wann Elektrogeräte wie Kühlschrank und Waschmaschine abstecken und abtauen?

Elektrische Geräte wie der Kühlschrank und die Waschmaschine müssen für den Transport vorbereitet werden. Bezüglich des Kühlschranks geht es darum, ihn in der letzten Woche vor dem Umzug zu leeren, am Vortag vom Strom zu trennen, abzutauen und zu reinigen. Alle herausnehmbaren Teile wie die Schubfächer aus Glas werden bruchsicher verpackt. Sowohl beim Kühlschrank als auch bei der Waschmaschine muss restliches Wasser vor dem Transport abgelassen werden.

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6.6 Zählerstände vor Auszug ablesen

Bei der Wohnungsübergabe werden gemeinsam mit dem Vermieter die Zählerstände (Gas, Wasser, Strom, Heizung) abgelesen und im Abnahmeprotokoll schriftlich festgehalten. Auf diese Weise schützt sich der Mieter vor unnötigen Kosten, die ihm der Vermieter im Nachhinein in Rechnung stellen könnte.

6.7 Optimaler Ablauf am Umzugstag

Damit am Umzugstag alles reibungslos abläuft und die Kraft nicht nachlässt, ist es wichtig, ausgeschlafen zu sein, gut zu frühstücken und Verpflegung für den gesamten Tag und alle Helfer vorzubereiten. Am besten wird eine Tasche mit Kleidung, Kosmetik und Hygieneprodukten für die ersten Tage gepackt. Wichtige Dokumente und Bargeld sollten in den eigenen Händen bleiben. Der Briefkasten wird geleert. Bei empfindlichen Fußböden empfiehlt es sich, sie in beiden Wohnungen mit Pappe oder Malerflies abzudecken. Müllsäcke sollten vorhanden sein.

6.8 Stiegenhaus auf Vorschäden überprüfen

Eventuell vorhandene Schäden im Treppenhaus sollten mit Bildern dokumentiert werden. Es geht darum, wer die Kosten übernehmen muss, falls im Rahmen des Umzugs solche entstehen. Wurde der Umzug von einem Unternehmen durchgeführt, muss dieses für die entstandenen Kosten aufkommen. Es ist wichtig, diesem die Schäden innerhalb von 24 Stunden schriftlich zu melden.

6.9 Wohnung reinigen und mit Vermieter begehen

Dies dient zur

  1. Erstellung des Wohnungsübergabeprotokolls,
  2. der Schlüsselübergabe
  3. sowie dem Abklären der Kautionsrückgabe.

In den meisten Mietverträgen heißt es zwar, dass die Wohnung lediglich besenrein hinterlassen werden muss. Es empfiehlt sich dennoch, sie gründlich zu reinigen, um keine Abzüge bei der Mietkaution zu riskieren. Oftmals müssen zudem die Wände gestrichen werden. Diese Arbeiten sollten vor der Begehung der Wohnung mit dem Vermieter erledigt werden.

Bei dieser gehen die beiden Parteien (Mieter und Vermieter) gemeinsam durch die alte Wohnung und anhand des Einzugsprotokolls wird geprüft, ob während der Mietzeit Schäden entstanden sind. Daher ist es immer wichtig, solche bereits beim Einzug schriftlich festzuhalten. Zu guter Letzt wird das Übergabeprotokoll unterzeichnet, die Kautionsrückgabe abgeklärt und das Mietverhältnis ist nach Abgabe der Schlüssel beendet.

7. Was gibt es beim Einzug in die neue Wohnung zu beachten? 🏘

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Der zweite Teil des Umzugs beginnt mit dem Einzug in die neue Wohnung. Zumindest ist ab hier der körperlich anstrengende Teil abgeschlossen. Organisatorisch gibt es allerdings noch einiges zu erledigen.

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Die ersten beiden Teile des Umzugs (Auflösung alte Wohnung und Transport Hausrat) liegen nun schon hinter Dir. Der Wohnungswechsel ist jedoch noch lange nicht abgeschlossen, denn auch in der neuen Wohnung gibt es einige Dinge zu beachten und erledigen.

7.1 Was ist bei der Wohnungsübergabe zu beachten?

Du solltest die Wohnungsübergabe immer in Begleitung vornehmen. Die dritte Person, die bestenfalls nicht am Mietverhältnis beteiligt ist, kann im eventuellen Streitfall vor Gericht als Zeuge auftreten und aussagen. Bei der Prüfung nach Mängeln gilt besonderes Augenmerk

  • den Fenstern und deren Rahmen,
  • Türen,
  • Fliesen,
  • Armaturen,
  • Bohrlöchern
  • und Fußböden.

Eventuelle Schäden und Mängel werden im Wohnungsübergabeprotokoll dokumentiert.

7.2 Die neue Wohnung einräumen: Wohin Umzugskartons und Möbel stellen?

Die Kartons werden am besten sofort in die richtigen Räume gestellt, um Chaos zu vermeiden. Die Helfer sind idealerweise eingewiesen. Ein Plan der Wohnung inklusive Stellplan für Möbel und Kartons am Eingang erleichtert diesen die Arbeit zusätzlich.

7.3 Müssen für die neue Wohnung Möbel angeschafft oder entsorgt werden

  • Welche Möbel kommen mit in die neue Wohnung,
  • was muss neu gekauft werden
  • und für was ist eventuell im neuen Zuhause kein Platz mehr?

Diese Fragen gilt es rechtzeitig zu beantworten. Hierbei hilft ein Möbelstellplan anhand des Grundrisses der neuen Wohnung. Am einfachsten ist es, einen Maßstab zu wählen, der sich passend auf Millimeterpapier übertragen lässt – beispielsweise 1:100. Dabei beträgt ein Meter im Zimmer ein Zentimeter auf dem Einrichtungsplan. Werden Möbel entsorgt, ist es wichtig, frühzeitig ein Formular zur Beantragung von Sperrmüll auszufüllen, um die Entsorgung sachgerecht vorzunehmen.

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8. Was muss nach dem Umzug alles erledigt werden? 💼

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Nachdem der Wohnungswechsel rein technisch abgeschlossen ist, bleiben zum Abschluss noch einige organisatorische Verpflichtungen, welche im Wesentlichen das An- und Ummelden betreffen. Erst, wenn Du Deinen neuen Wohnsitz angemeldet und allen wichtigen Vertragspartnern, Dienstleistern und Versorgern mitgeteilt hast, wohnst Du ganz offiziell an Deiner neuen Adresse.

8.1 Ummelden: Wo musst Du überall Deine Adressänderung mitteilen?

Es empfiehlt sich schon während der Umzugsvorbereitung eine Liste mit sämtlichen Kontakten zu erstellen, die im späteren Verlauf über die Adressänderung informiert werden müssen. Hierzu gehören beispielsweise:

Hier unsere Adressänderung-Checkliste (PDF) herunterladen (natürlich kostenlos und ohne Anmeldung).

8.2 Adressänderung auf dem Einwohnermeldeamt bekannt geben:

Nach dem Umzug wird Dir zwei Wochen lang Zeit geboten, beim zuständigen Einwohnermeldeamt den Wohnsitz um- oder anzumelden. Dafür ist es nötig, den Personalausweis und die Vermieterbescheinigung vorzulegen, die den Einzug bestätigt. Das Versäumen der Frist kann ein Bußgeld nach sich ziehen.

Fazit: Unser Schritt-für-Schritt Umzugsplaner. 🧳

Zum Inhaltsverzeichnis

Nachdem der Umzugstermin steht, sind eine frühzeitige Planung, Organisation und ein gutes Umzugsmanagement wichtig, um einen reibungslosen Ablauf sicherzustellen. Es gibt vieles zu erledigen. Eventuell gewährt der Arbeitgeber Sonderurlaub für den Umzug.

Wer eine Umzugsfirma engagiert, erspart sich Stress, Zeit und Mühe. Die Profis kümmern sich angefangen von Organisation bis hin zur Durchführung auf Wunsch um alle anfallenden Arbeiten. Doch dies ist eine Frage des Budgets. Ein Kleinumzug lässt sich oftmals selbst bewältigen. Bei einem solchen ist wichtig, an das leibliche Wohl der Helfer zu denken, damit alle gestärkt den Tag meistern.

Nach erledigtem Umzug ist die Adressänderung wichtig. Es müssen wichtige Behörden, Institutionen und Stellen über die neue Anschrift informiert werden. Beachte einfach die, in diesem kostenlosen Online-Umzugsplaner genannten Umzugstipps, um mit Plan umzuziehen und entspannt in Deinem neuen Zuhause anzukommen.

Damit sind wir am Ende unseres Beitrags zum Thema „Umzugsplaner: Mit der perfekten Umzugsvorbereitung stressfrei ins neue Zuhause!“ angelangt. Wir hoffen, dass die von uns gesammelten Informationen hilfreich für Dich gewesen sind.

Übrigens: Mit unserer YouChange-Umzugsapp werden alle Deine Vertragspartner automatisch über Deine Adress- oder Namensänderungen informiert. Dadurch hast Du keinen unnötigen Zeitaufwand mit dem Ummelden, vergisst niemand zu benachrichtigen und ersparst Dir neben Zeit vor allem Ärger. YouChange: Umziehen – einfach digital! Solltest Du noch Fragen zu unserem Service haben, kannst Du hier unsere FAQ nachlesen – oder uns direkt eine Nachricht schreiben.

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